Keyword-Kannibalismus: Wie du dir durch deinen eigenen Content selbst ins Bein schießt und was du dagegen tun kannst

Keyword-Kannibalismus: Wie du dir durch deinen eigenen Content selbst ins Bein schießt und was du dagegen tun kannst

Keyword-Kannibalismus – klingt erstmal komisch, ist aber ein relativ häufig auftretendes Problem bei Webseiten, die regelmäßig neuen Content hochladen. Eigentlich hat man etwas Gutes im Sinn, indem beispielsweise wöchentlich neuer Inhalt auf der eigenen Webseite veröffentlicht wird, der Nutzer einen Mehrwert bieten soll. Doch irgendwie macht sich dieser in den Google Rankings nicht bemerkbar, der Traffic ist schlecht, das Google Ranking noch schlechter. Woran liegt das und welche Rolle spielt Keyword-Kannibalismus?

Webseiten, die zu einem bestimmten Thema berichten, laufen leider häufig in die Keyword-Falle. Bei den regelmäßig produzierten Texten werden immer dieselben Keywords benutzt. Für Google ist das verwirrend. Die Suchmaschine kann zwischen den unterschiedlichen Texten nicht entscheiden, weswegen beide einfach im Mittelfeld des Rankings platziert werden. Die Nutzer gehen meist aber nicht über die erste Seite der Suchergebnisse hinaus, was bedeutet, dass die Platzierung der eigenen Webseite im Ranking so gut wie unsichtbar ist. Aber wie bemerkt man eigentlich, dass man Opfer von Keyword-Kannibalismus geworden ist?

Tendenziell gibt es drei Indizien, die auf Keyword-Kannibalismus zurückführen könnten. Meistens fällt das Google-Ranking auf unerklärliche Weise schlecht aus. Änderungen in diesem Bereich scheinen nicht wirklich etwas zu verbessern. Sichtbar wird dies daran, dass beispielsweise mehrere Seiten bei Google ranken und dies mit unterschiedlichen Positionen. Oder daran, dass im Google-Ranking ständig starke Schwankungen vorhanden sind. Auch wenn die eigene Webseite mit unterschiedlichen URLs zu demselben Begriff in der Suchmaschine auftaucht, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass unterbewusst Content zum selben Keyword verfasst wurde.

Nun gibt es drei Möglichkeiten, um dem Keyword-Kannibalismus entgegenzusteuern.
So kann der Content zum selben Keyword zusammengefasst werden. Hier wird am besten der Text gewählt, der am relevantesten ist und für den meisten Traffic sorgt. Optional wird der Textinhalt außerdem erweitert.
Auch kann innerhalb des einen Textes per Anker-Link auf den anderen Text verwiesen werden, um Nutzer weiterzuleiten und auch Google auf den “Haupttext” aufmerksam zu machen. Das Keyword des Zweittexts sollte außerdem geändert werden. Damit Google den Zweittext im Ranking nicht mehr beachtet, wird dieser am besten mit dem Attribut “noindex, follow” markiert.
Alternativ können für unterschiedliche Produkte auf welche im Content hingewiesen wird, unterschiedliche Landingpages erstellt werden. Auch hier muss das Keyword im Zweittext entweder geändert oder in ein Longtail-Keyword abgeändert werden. Das Keyword kann so beispielsweise lediglich verlängert werden. Für die weitere Erstellung regelmäßigen Contents lohnt es sich eine Tabelle mit bereits genutzten Keywords zu erstellen. Somit erhalten Sie den Überblick über Ihre Keywords und vermeiden Dopplungen.

15. Mai 2020 - 14:20