WORDPRESS SEO

Wurde eine Website mit WordPress erstellt, ist der erste Grundstein für Ihre Online-Marketing-Strategie gelegt. Eine Webseite ist Grundvoraussetzung aller Online-Marketing-Aktivitäten und die Basis für einen konkurrenzfähigen Wettbewerb im Internet. Grundsätzlich empfiehlt es sich, einen Webdesigner mit der Umsetzung einer Website zu beauftragen. WordPress ist zwar leicht verständlich aufgebaut, doch insbesondere inhaltliche Fehler werden oft erst erkannt, wenn es zu spät ist.

Selbst wenn Ihre Webseite schon eine Weile in Betrieb ist und Sie sich fragen, warum nur wenige Besucher auf Ihre Seite finden, ist der Grund für die niedrige Besucherzahl wahrscheinlich, dass die Website nicht suchmaschinenoptimiert ist. Mit anderen Worten: Die verschiedenen Inhalte, die für Google relevant sind, fehlen. Aus diesem Grund ist die Website für Google nur schwer zu finden.

ONPAGE-OPTIMIERUNG FÜR WORDPRESS

Webagenturen, Webdesigner und SEO-Spezialisten bieten in der Regel bereits „suchmaschinenoptimierte“ Websites an. Das heißt, dass die Websites so aufgebaut sind, dass sie die Anwendung von SEO-Maßnahmen von vornherein ermöglichen. Insbesondere WordPress-Websites sind von Anfang an so strukturiert, dass sie zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) beitragen. Die Seitenstruktur liefert also SEO-freundliche Einstellungen, welche von Grund auf zu einem besseren Google-Ranking führen. Mit anderen Worten: Google liebt WordPress-Seiten. Das bedeutet aber leider nicht, dass damit die gesamte Arbeit getan ist: Nach Onlinestellung der Webseite, muss im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung regelmäßig für relevante Inhalte und Anpassungen gesorgt werden. Google braucht bspw. bestimmte Blogbeiträge mit festgelegten Suchbegriffen, um festzustellen worum es auf einer Webseite geht. Es ist also die Kombination aus gewissen Eingaben bei WordPress und speziellen Texten, die sicherstellen, dass Google das Thema einer Webseite erkennt.

SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG MIT WORDPRESS

WordPress stellt für die Suchmaschinenoptimierung ein kostenfreies Plugin zur Verfügung, das sehr nützlich ist: Yoast WordPress SEO. Dieses Plugin wird bei jedem Seitenbeitrag, Blogartikel oder Text der Website aktiviert und sorgt dafür, dass die Seite einfacher suchmaschinenoptimiert werden kann.

10 RATSCHLÄGE FÜR DIE SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG MIT DEM YOAST WORDPRESS-SEO PLUGIN

Zur Erklärung: Das Yoast WordPress-Plugin arbeitet mit einer sogenannten „SEO-Ampel“. Im Grunde bedeutet eine grüne Ampel, dass alles klasse ist. Gelb deutet auf Mängel hin. Und rot zeigt an, dass der Text höchstwahrscheinlich ungeeignet für die Suchmaschinenoptimierung ist. Doch eine kleine Warnung Vorweg: Bei dem Tool handelt es sich lediglich um eine Maschine, die mithilfe eines Algorithmus die Farbe der Ampel bestimmt. Leuchtet die Ampel grün, heißt das also nicht zwingend, dass der Inhalt einwandfrei ist. Leuchtet die Ampel orange oder rot, ist der SEO-Content vielleicht gar nicht so fehlerhaft – und Panik war völlig unbegründet. Das bedeutet, dass man dem Yoast-Ampelsystem nicht blind vertrauen kann. Somit sollte als letzte Instanz immer noch der SEO-Mitarbeiter dienen, der die Texte vor Veröffentlichung noch einmal prüft. Das Yoast-Tool verspricht zwar viele Vorteile, ersetzt aber dennoch nicht die SEO-Abteilung einer Internetagentur.

Generell sollten drei Fragen vor der Umsetzung der Website beantwortet werden:
Was ist das Thema der Seite? Welche Keywords und Wortfolgen sind passend für das Thema? Gibt es schon eine andere Seite, für der gewählte Suchbegriff zutreffen könnte?

Warum das SEO-Plugin?
Das Plugin vereinfacht die Eingabe der HTML-Tags, die für Google wichtig sind. Ohne das Yoast-Plugin müssten alle HTML-Elemente per Hand eingegeben werden.In der „Snippet Preview“ wird angezeigt, wie der Textauszug später bei Google dargestellt wird. Ein Snippet ist ein kurzer Textauszug, der in den Google-Ergebnissen zu sehen ist.

2) DER PERMALINK
Wenn eine Webseite bei WordPress erstellt wird, lautet die erste Zeile „Titel hier eingeben“. In der nächsten Zeile kann der Permalink erstellt werden. Ein Permalink darf keine Unterstriche enthalten. Stattdessen empfiehlt es sich Bindestriche zwischen die Wortteile zu setzen. Sowohl der Titel als auch der Permalink sollten bereits aus Begriffen bestehen, die zukünftig als potenzielle Suchwörter dienen könnten.
3) DIE META-DESCRIPTION
Eine Meta-Description ist das, was in den Googlesuchergebnissen unter der Webseite angezeigt wird. Es handelt sich um eine kurze Zusammenfassung von dem, was auf deiner Seite zu finden ist. Da die Meta-Beschreibung nicht in das Googleranking mit einbezogen wird, sollte sich die Meta-Description auf die Kundenansprache beziehen. Der Kunde soll neugierig werden, worum es auf der Webseite geht und Interesse haben, weiterzulesen. In dem kurzen Abschnitt muss beschrieben werden, was einen User auf einer Webseite erwartet, welche Vorteile die Seite bietet und warum es sich lohnt, diese Webseite anzuklicken („Erfahren Sie mehr“). Zusätzlich ist es sinnvoll, das Keyword der Seite an den Anfang der Beschreibung zu setzen. Die Meta-Description darf nicht mehr als 155 Wörter haben und sollte noch nicht zu viel verraten.
4) DAS FOKUS-KEYWORD
Auch das Fokus-Keyword ist nicht SEO-relevant. Es dient lediglich als Anhaltspunkt um festzulegen, was der Fokus der Seite ist – und ob dieser Fokus sinnvoll in dem Titel, in der URL und in der Meta-Description widergespiegelt wird. Dieses Keyword kann sowohl ein einziges Wort als auch eine Wortkombination sein. Im Vordergrund steht, dass mit einbezogen wird, wonach potenzielle Besucher googeln könnten. Wenn die User diese Keywords bei Google eingeben, erscheinen sie fettgedruckt in den Suchergebnissen.
5) DER INHALT DER WEBSEITE
Heutzutage legen Nutzer insbesondere Wert auf hochwertige und informative Texte. Um die Aufmerksamkeit eines Kunden zu gewinnen, sollten die Inhalte der Webseite sinnvolle, hilfreiche oder spannende Informationen enthalten. So wird sowohl ein längerfristiges Interesse des Kunden geweckt, als auch die Besuchszeit auf der Website verlängert. Google erkennt, ob ein Nutzer nach Eingabe der Keywords direkt zu den Suchergebnissen zurückkehren oder ob sie auf der Website bleiben, weil diese die passenden Inhalte geliefert hat. Generell sollte das Keyword oder die Keyword-Kombination möglichst am Anfang des Textes platziert werden. Außerdem ist vorteilhaft, wenn bereits in den ersten Zeilen verschiedene Synonyme oder Varianten des Wortes auftauchen. Dennoch liegt die Herausforderung darin, Texte so zu verfassen, dass sie weder sinnlos noch unnatürlich wirken.
6) TEXTSTRUKTUR
Bei WordPress beginnt jeder Text mit der Hauptüberschrift (H1). Diese sollte in der Regel nur ein einziges Mal auf der Webseite vorkommen. Weitere Textüberschriften werden als Sub-Headlines mit „H2“ gekennzeichnet. Bei beiden Überschriften ist es rätlich, dass das jeweilige Keyword oder die zugehörige Keyword-Kombination vorkommen. Wortspiele mögen zwar amüsant oder intelligent wirken, sind aber aus SEO-technischen Gründen eher unvorteilhaft. Google versteht Mehrdeutigkeiten und Anspielungen nicht. Daher ist es besser die Überschriften konkret zu betiteln, sodass deutlich wird, worum es in dem nächsten Abschnitt geht.
7) VERLINKUNGEN
Verlinkungen sind wichtig, denn damit kann auf weitere Seiten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Webseite verwiesen werden. Dies führt nicht nur zu einer höheren Glaubhaftigkeit des Webseiteninhalts, sondern auch zu einem besseren Ranking in Google. Hinzu kommt, dass ein sinnreicher Text für die Verlinkung gewählt werden sollte, wie z.B. „Weitere Infos zum Thema Webdesign finden Sie auf unserer Internetseite“. Unrelevante Wörter wie „Weitere Infos finden Sie hier“ sind unnütz und führen zu einer niedrigen Textkohärenz der Seite.
8) BILDBENENNUNG
Google wertet auch die Beschriftungen der Grafiken aus. Mit einer Datei, die nach Datum, Version oder Größe benannt wurde, kann Google nichts anfangen (z.B. „bild1-140×140.jpg“). Der Dateiname sollte im Idealfall relevante Keywords beinhalten und beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist (z.B. „SEO-Blogbeitrag“). Ebenfalls von Bedeutung ist die Größe der Grafiken. Bilder sollten grundsätzlich nie in der Originalgröße hochgeladen werden. Auch das nachträgliche skalieren durch WordPress ist schädlich. Dies verlangsamt die Ladegeschwindkeit der Webseite und wird folglich mit einem schlechten Ranking in Google abgestraft. Um die negative Bewertung durch Google zu verhindern, ist es besser die Bilder im Voraus mithilfe von einem Bildbearbeitungsprogramm (Photoshop, etc.) zu verkleinern.
9) BILDERTITEL UND ALTERNATIVTEXT

In der Mediathek von WordPress gibt es zwei wichtige Felder: „Titel“ und „Alternativtext“. Fährt man mit der Maus über eine Grafik, wird der Titel angezeigt. Der Alternativtext liefert dem Google-Crawler die nötigen Informationen, um nachzuvollziehen was auf einem Bild zu sehen ist und ist aus diesem Grund speziell für SEO von Bedeutung. Der Alternativtext kann entweder den Umfang eines einzigen Keywords haben oder aus einem ganzen Satz bestehen.

10) EXTERNE VERLINKUNGEN
Eine Verlinkung, die zu einer anderen Webseite führt (Outbound), wird oftmals als heikel oder gar riskant wahrgenommen. Webseiten-Betreiber fürchten, dass sie Kunden auf externe Webseiten lenken und die eigene Webseite infolgedessen im Ranking verliert. Dennoch tritt eigentlich der gegenteilige Effekt auf. Durch Verweise zu thematisch passenden und relevanten Webseiten wird die Webseite von Kunden nicht nur als hilfreich und nützlich empfunden, sondern auch von Google als Themenrelevant eingestuft. Google kann besser erkennen um welche Themen es auf der Webseite geht und herausfiltern, was diese Webseite von anderen unterscheidet. Externe Verlinkungen sind also keineswegs eine Gefahr für die eigene Seite und führen sogar zu einer positiven Entwicklung des Rankings.
1) DER SEO-TITLE
Seit einiger Zeit erstellt das Yoast-Plugin automatisch die Titel, die später im Tab des Browsers angezeigt werden. Diese sind meist sehr lang oder unspezifisch. Deshalb können diese bei der Erstellung der Webseite noch im Nachhinein individuell angepasst und verändert werden. Der sogenannte „Title Tag“ ist besonders relevant, da Google anhand dessen das Hauptthema der Seite identifiziert. Daher ist der SEO-Titel ist das wichtigste Element bei einer Onpage-Optimierung. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Title-Tag für jede Unterseite der Webseite verschieden ist. Der Titel sollte maximal aus 55 Zeichen bestehen. Überschreitet er die 55 Zeichen, wird er später nicht vollständig angezeigt.

FAZIT

Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Feld, das Fachkenntnisse und Expertise fordert. Damit eine Webseite gefunden wird, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer besseren Findbarkeit der Seite führen (die sogen. „Offpage-Optimierung“). Neben der Pflege von Webseiteninhalten ist auch die Erstellung von Profilen in Sozialen Netzwerken hilfreich, um die Popularität einer Webseite zu steigern. Je nach Zielgruppe kann Social Media ein wertvolles Instrument sein, um eine Vielzahl von Kunden zu erreichen – und zu überzeugen. Rentabel sind auch sogenannte Linkbuilding-Maßnahmen (zu deutsch: Maßnahmen zum Linkaufbau). Linkbuildingbezieht sich auf die Gewinnung von externen Links (Backlinks). Wenn viele thematisch passende Links auf die Webseite führen, wird diese im Gegenzug als relevant eingeordnet.

Generell erfolgt die Optimierung einer Webseite bereits, wenn die obergenannten Schritte berücksichtig werden. Nichtsdestotrotz ist die Suchmaschinenoptimierung erst dann effektiv, wenn diese Anpassungen regelmäßig stattfinden. Texte müssen stetig verbessert werden und neue Keyword-Recherchen sind unerlässlich.